4000 junge Bäume für den Stadtwald
Auf insgesamt 1,7 Hektar Fläche im Stadtwald Baunach sind im vergangenen Jahr rund 4000 neue Pflanzen in die Erde gekommen. Es entstanden insgesamt drei Neukulturen. Die Stadt setzt damit ihre umfangreichen Bemühungen fort, die durch Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer geschädigten Waldflächen zu stabilisieren.
Gepflanzt wurden unter anderem Elsbeere, Speierling, Walnuss, Weißtanne und Douglasie – Baumarten, die als vergleichsweise robust gegenüber den Folgen des Klimawandels gelten. Sie sollen langfristig für einen widerstandsfähigen und vielfältigen Mischwald sorgen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr einem Praxisanbauversuch mit 450 Baumhaseln, der wissenschaftlich begleitet wird. Die Baumhasel – auch Türkische Hasel genannt - wird in der Forstwirtschaft zunehmend als potenzielle Zukunftsbaumart diskutiert, da sie Hitze und Trockenheit erfahrungsgemäß gut verträgt. Das natürliche Areal der Baumhasel umfasst die Balkanhalbinsel, Teile Kleinasiens, den Norden Irans und Afghanistan. Der Versuch in Baunach soll zeigen, wie sich die Art unter den Bedingungen des fränkischen Raums entwickelt.
„Wir wollen herausfinden, ob die Baumhasel eine Option für unsere bayerischen Wälder sein kann“, erklärte Försterin Amelie Baumer. Vergleichbare Flächen zeigen bereits jetzt vielversprechende Ergebnisse.
Die Wiederaufforstung kostet insgesamt rund 23.000 Euro. Nach Abzug der Fördermittel verbleibt für die Kommune ein Eigenanteil von 8.500 Euro. „Das ist gut angelegtes Geld, um unsere Wälder langfristig stabil und klimaresilient zu gestalten“, so Bürgermeister Tobias Roppelt.
Der Waldumbau im Stadtwald hin zu klimastabilen Mischwäldern wird auch in den kommenden Jahren weiter fortgesetzt. Die Stadt Baunach geht dabei mit einem guten Beispiel voran und hofft, auch andere Gemeinden inspirieren zu können.

v.l. Amelie Baumer, Tobias Roppelt
Stadt Baunach